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Mythen in Lateinamerika
Ethnologische Mythenforschung
Univ. Doz. Dr. Elke Mader
Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie
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14.7 Zitat Eliade

„ Den Ursprung eines Gegenstandes, eines Tieres, einer Pflanze usw. kennen, kommt der Tatsache gleich, magische Macht über sie zu erwerben, durch die man sie nach belieben beherrschen, vermehren oder reproduzieren kann. Erland Nordenskiöld hat einige besonders eindrucksvolle Beispiele der Cuna-Indianer angeführt. Nach deren Vorstellungen ist derjenige ein erfolgreicher Jäger, der den Ursprung des Wildes kennt. Und wenn es gelingt, bestimmte Tiere zu zähmen, so deshalb, weil die Magier das Geheimnis ihrer Erschaffung kennen. Ebenso kann man ein glühendes Eisen in der Hand halten oder Giftschlangen packen, wenn man den Ursprung des Feuers und der Schlangen kennt. ....

Die Vorstellung, dass ein Heilmittel nur dann wirkt, wenn man seinen Ursprung kennt, ist weit verbreitet. Zitieren wir noch einmal Erland Nordenskiöld: Jedem magischen Gesang muß eine Beschwörung vorausgehen, die vom Ursprung des verwendeten Heilmittels spricht, da es sonst nicht wirkt.“ (Eliade 1988: 25)

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