Mythen wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert oft als Ausdruck von mangelnden Einsichten in die „realen“ = naturwissenschaftlich begründeten Ursachen der Phänomene und als Ausdruck eines „prälogischen Denkens“ gewertet. Diese Theorien standen meist in Zusammenhang mit evolutionistischen Modellen in den Sozialwissenschaften und der Betrachtung von "Naturvölkern" als frühe und primitive Stadien der Menschheits- und Kulturentwicklung.
Diese These vertrat auch die Schule der Naturmythologen, deren Vertreter Mythen in erster Linie als (falsche) Erklärungsmodelle für Naturprozesse erachteten. |