Logo
Kultur- und Sozialanthropologie Lateinamerikas
Eine Einführung
Univ. Doz. Dr. Elke Mader
Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie
Home
Sitemap
Vorherige
Nächste
 up 1 Chronisten und Missionare
 up 1.7 Sind Indianer Menschen?

1.7.4 Wilde und zahme Indianer

Indianer und Amazonen kämpfen

Die begriffliche Konstruktion des nicht-unterworfenen und nicht-akkulturierten Indianers als Wilden bildet einen integralen Bestandteil der Ideologie der Eroberung und des kolonialen Blicks. Wild sind in diesem Kontext die Anderen (Kulturen), die Handlungen der Europäer stehen hingegen im Dienste der Zivilisation und des Christentums.

Im Lateinamerika des 17. und 18. Jahrhunderts bezeichnete man grundsätzlich alle jene Indianer als "Wilde", die nicht christianisiert und kolonialisiert waren. Im Gegensatz zum Andenraum und seinen Bewohnern - "zahme und christliche Indianer, unter denen kein Heid mehr anzutreffen ist" - galt zu dieser Zeit Amazonien als Ort der wilden Heiden, der indios bravos. In diesen "weitschichtigen Wüsteneien und unbekannten Wildnissen" gab es - "allda noch viele Völker, welche in tiefen Wäldern und Heidentum leben" (Niclutsch 1781:35).

Hilfe Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder Vorherige Nächste

Letzte Aktualisierung dieser Seite:
Öffne externe Links in neuem Fenster?

© Copyright "Lateinamerika-Studien Online"