Die österreichischen Jesuiten erstatten regelmäßig Bericht in ihre Heimat, ihre Briefe richten sich in erster Linien an vorgesetzte Ordensmitglieder, aber auch an die Glaubensgemeinschaft im allgemeinen. Sie informieren über Fortschritt oder Rückschläge des Missionsprojekts, erzählen vom Leben in den Reduktionen und beschreiben ihre Einwohner und deren Kultur bzw. „Aberglauben". Während bei einigen Patres die Beschreibung der Mission und ihrer Institutionen im Vordergrund steht, zeichnen andere ein detailliertes ethnographischen Bild verschiedener indianischer Kulturen.
Die Berichterstattung erfolgte zum einen in Form von Briefen, die zum Teil in einer Art Zeitschrift oder Rundbrief, dem Weltbot, in Graz veröffentlicht wurden. Einige Patres verfassten auch größere Werke, die vom Orden in Buchformpubliziert wurden. Nach der Vertreibung der Jesuiten aus den spanischen Kronländern (1767) kehrten viele von ihnen in die Habsburgermonarchie zurück und fanden Aufnahme am Hof der Kaiserin Maria Theresia sowie in verschiedenen Klöstern, z.B. im Stift Zwettl. Während dieser Zeit entstand ebenfalls eine Reihe von Büchern, die wertvolle Quellen über indianische Kulturen dieser Zeit darstellen.
Florian Paucke im WWW:
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