"Als der Tanz beendet war, übergab man mich Ipirú-guaçú, von dem ich in sicherer Verwahrung gehalten wurde. Er verriet mir auch, daß ich noch einige Zeit am Leben bleiben würde. Die Männer brachten alle Götter aus der Hütte und legten sie um mich herum. Die hätten geweissagt, daß man einen Portugiesen fangen würde. Da entgegnete ich, daß diese Götzen keine Macht hätten, nicht sprechen könnten und außerdem gelogen hätten, da ich kein Portugiese sei, sondern ein Verwandter und Freund der Franzosen. Mein Heimatland heiße Alemannien. Darauf sagten sie, daß ich lügen müsse, denn wie käme ich als Franzosenfreund unter die Portugiesen.
Sie wüßten sehr wohl, dass die Franzosen ebenso wie sie Feinde der Portugiesen seien. Die Franzosen kämen nämlich alljährlich mit Schiffen und brächten ihnen Messer, Äxte, Spiegel, Kämme und Scheren und bekämen dafür Brasilholz, Baumwolle und andere Dinge wie Vogelfedern und Pfeffer. Deshalb seien sie gute Freunde. Die Portugiesen hingegen hätten dies nicht getan; sie seien früher gekommen und hätten da, wo sie heute noch wohnen, mit den Feinden der Tupinampá Freundschaft geschlossen." (Staden 1557/1988:129) |