Im Jahr 1557 erscheint in Deutschland ein Buch, das einerseits eine Abenteuergeschichte ist und Anklänge an den Schelmenroman aufweist. Andererseits stellt es eine der wichtigsten frühen historischen und ethnographischen Quellen zu Brasilien dar. Es handelt sich um Die wahrhaftige Historie der wilden, nackten, grimmigen Menschenfresser-Leute von Hans Staden.
Das Werk ist reich mit Holzschnitten illustriert, die ein Marburger Holzstecher unter der Anleitung von Staden angefertigt hat. Im Gegensatz zu vielen Illustrationen anderer Reiseberichte dieser Zeit, die in erster Linie den europäischen Kunststil reflektieren, stellen die Holzschnitte relativ authentische ethnographische Bildquellen zur Kultur der Tupinampá dar (Staden 1557/1988).
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