Diese Kategorisierung des Fremden geht in Europa auf das antike Konzept der Barbaren zurück. Im Kontext der Eroberung von Mittel- und Südamerika vermischte sie sich mit Feindbildern der Spanier in bezug auf die Muslime und Juden in Zusammenhang mit der reconquista, der Wiedereroberung der iberischen Halbinsel und in der Folge der Inquisition. Diese Fremdbilder betonen die Minderwertigkeit des Anderen und bilden die Voraussetzung für eigenen Zivilisationsanspruch und eine Rechtfertigung für Eroberung und (Kultur)Zerstörung.
In diesem ideologischen Umfeld kam es zu einer Dichotomisierung (Konstruktion von Gegensätzen) von Werten, wobei u.a. die Differenz zwischen Natur und Kultur, sowie die Differenz zwischen den Geschlechtern als Analogien für kulturelle Differenzen benutzt wurden.
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