„Ich machte mich auf nach einer Gegend, von welcher man mir sagte sie heiße Xibaro, 20 Meilen von Guallapa, wo ich aufgrund der Angaben der Indianer eine Stadt gründen wollte. .. Ich folgte sehr schlechten Pfaden. Ich versichere Eurer Hoheit, dass ich oft anhalten und ausruhen mußte. So allmählich vorankommend gelangte ich zu großen Häusern, die jeweils über eine Meile voneinander entfernt standen und noch weiter zu anderen großen Häusern.
... Da schickte ich ein paar Soldaten los. Sie entdeckten einen Pfad auf dem sie nackte Indianer, jeder mit einer Lanze und einem runden Schild, trafen. Von denen konnten sie nur einen Mann und eine Frau fangen, welche sie zu mir brachten. Und als sie vor mich gebracht waren, forderte ich den Mann auf, mir über das Land zu erzählen, zu erklären, wo sein Häuptling sei. Darauf antwortete er mit der Frage, warum ich das wissen wolle. Und das sein Häuptling sehr mächtig sei, und wenn er mich und meine Begleiter fangen würde, dann würde er uns wahrscheinlich töten und aus unseren Schädeln trinken und die Wege mit unsere Knochen bestreuen. All dies in einer Art und Weise, dass er offenbar mir gegenüber nichts zugeben wollte.
Ich sage Eurer Hoheit wahrheitsgemäß, dass diese Leute die unverschämtesten sind, die ich je in all der Zeit gesehen habe, die ich bei der Eroberung Indiens mit Entdeckungen zugebracht habe."
Aus einem Bericht von Hauptmann Hernando de Benavente vom 25.3.1550, über seine Eroberungsversuche im ecuadorianischen Amazonasgebiet, nach Münzel 1977: 266. |