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Kultur- und Sozialanthropologie Lateinamerikas
Eine Einführung
Univ. Doz. Dr. Elke Mader
Institut für Ethnologie, Kultur- und Sozialanthropologie
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 up 5 Kultur, Macht, Identität

5.5 Beispiel Quechua: Sprache, Identität und Politik

Rimaika kausaimi

kaisaika

kishpirishka kajpilla

kasilla

sumaj allimi kan.

La palabra es vida

vida es liberdad, paz,

armonia, reciprocidad.

De ella

"depende la forma, el fondo"

de cada día y cada noche

por eso

ella es indispensable

debe estar presente

junto a cada secundo

a cada minuto

caso contrario

el tiempo

actuaría a su gusto

y nos sometería a él

decían nuestros Yayas.

(Ariruma Kowii, Poema 1, 2000: 9, Ausschnitt)

Cuzco, Peru

Das Quechua war die ehemalige Amtssprache des Inkareiches (Tawantinsuyu) und wird heute von ca. 8 Millionen Menschen in den Andenländern sowie im angrenzenden Amazonasgebiet gesprochen. Sie ist jene unter den indianischen Sprachen, die heute am meisten Sprecher und Sprecherinnen hat.

Seit der Expansion des Inkareichesund damit der Verbreitung des Quechua über weite Teile des Andenraums ab dem 12. Jahrhundert durchliefen die Sprache und ihre kulturellen, sozialen und politischen Kontexte eine wechselvolle Geschichte.

 down 5.5.1 Pachamama: Sprache und kultureller Kontext
 down 5.5.2 Der "pago a la Pachamama"
 down 5.5.3 Apu Cristo: Sprache, Bedeutung, Veränderung
 down 5.5.4 Sprache, Kolonialherrschaft und Widerstand
 down 5.5.5 Schrift und Politik
 down 5.5.6 Quechua-Literatur und Kulturpolitik
 down 5.5.7 Quechua im WWW
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