Man kann zwar keineswegs von einer direkten Abhängigkeit zwischen Sprache und Kultur sprechen (vgl. auch Steward und Faron 1959), jedoch von einer spezielle Beziehung, welche sie verbindet. So manifestiert sich in der Sprache auch das Weltbild einer bestimmten Gruppe.
Wie Gugenberger betont artikuliert und formt eine ethnische bzw. sozio-linguistische Gruppe mit Hilfe ihrer Sprache ihre Kultur und ihre gesellschaftliche Identität. Die Sprache bringt kulturelle Muster und soziale Organisationsstrukturen zum Ausdruck, und verhilft dazu, diese Muster und Beziehungen zu gestalten, wie es u.a. am Beispiel der Quechua ersichtlich ist. (Gugenberger 1999:31).
So stellt auch die Forderung nach dem Erhalt der eigenen Sprache und nach einem zweisprachigen und bikulturellen Schulsystem eine wichtige Forderung der indianischen Organisationen dar. |