Im Rahmen der Sozial- und Kulturwissenschaften wird (auf in verschiedenen Kontexten) zwischen personaler, subjektbezogener Identität und kollektiver, gruppenbezogener Identität unterschiedenen. Während viele Aspekte der personalen Identität aus intimen persönlichen Beziehungen erwachen (z.B. Eltern/Kind-Beziehung), bezieht sich die kollektive Identität auf die Zugehörigkeiten zu sozialen Gruppen. Ein Mensch verfügt nicht nur über eine Identität sondern immer über multiple Identitäten und Zugehörigkeiten - z.B. in Bezug auf Geschlecht, Alter, Beruf, Sprache, ethnische Gruppe, Nation und Kultur. Auch innerhalb einer Kategorie bestehen oft multiple Identitäten, d.h. eine Person kann z.B. in verschiedenen Kontexten mehreren ethnischen Gruppen angehören.
Kulturelle und ethnische Identitäten (wie auch andere Gruppenzugehörigkeiten) werden sowohl als Selbstzuschreibung (von innen), als auch (von außen) als Fremdzuschreibung definiert. Sie haben keinen unveränderbaren Gehalt (Essenz), sondern erwachsen aus Beziehungen und Diskursen, die im Zusammenhang mit der größeren sozialen und politischen Matrix und ihren Machtverhältnissen betrachtet werden müssen. So steht Identität auch in einem Wechselverhältnis zu Prozessen des Synkretismus und derHybridisierung(vgl. u.a. Mader 2001).
Im Andenraum bildet Kleidung (Tracht) seit präkolonialer Zeit ein wichtiges Zeichen regionaler Indentitäten (ethnic marker).
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