Klassifikationen und Zuordnungen bringen das Spannungsverhältnis von Fremdzuschreibung und Selbstdefinition von (ethnischen) Gruppen zum Ausdruck, ein Phänomen das auch in Zusammenhang mit der Konstruktion von Identität(en) von zentraler Bedeutung ist.
Die Klassifizierung der „Anderen" erfolgt aus verschiedenen Perspektiven - u.a. aus jener der (Kolonial)Herrschaft - und folgt ihren Kriterien.Weiters stehen sie in Verbindung mit historischen und politischen Prozessen und sind als Aspekte der Ausübung von Macht - sowohl im Sinne von Herrschaft als auch von Widerstand - zu betrachten. Sie stellen einen wichtigen Bereich von Gruppenbeziehungen in einem komplexen gesellschaftlichen Gefüge im Sinne von Eric Wolf dar. |