In den vergangenen Jahren entstanden verschiedene theoretische Modelle, die sich mit den Beziehungen von Mensch, Natur und Übernatürlichen in indianischen Kulturen (besonders des Amazonasraums) auseinander setzen. Sie versuchen entweder ein zentrales Prinzip der kosmischen Logik dieser Region zu definieren oder untersuchen einzelne Komponenten des Bedeutungssystems im Detail. Drei dieser Modelle möchte ich hier ansprechen:
- den neuen "Animismus", wie ihn Philippe Descola vertritt (Descola 1992, 1996),
- den "Perspektivismus", der u.a von Tânia Stolze Lima und Kai Århem beschrieben wird (Lima 1999, Århem 1996) sowie
- den "Multinaturalismus" von Eduardo Viveiros de Castro (Viveiros de Castro 1998).
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