Das Amazonasgebiet war und ist eines der beliebtesten Forschungsfelder der Kulturökologie und zugleich Ort großer Kontroversen. Die Studien begannen in den 50er Jahren des 20.Jahrhunderts und betreffen verschiedene Aspekte der Beziehungen zwischen natürlicher Umwelt und Gesellschaft: Sie umfassen sowohl kulturökologische Theorien der ökonomischen und sozialen Entwicklung, als auch eine Fülle von empirischen Studien zu einer großen Bandbreite von Fragestellungen.
Im Amazonasraum besteht ferner ein besonders starkes Naheverhältnis zwischen kulturökologischer Forschung und nationaler wie globaler Politik, und zwar in bezug auf die ökologische Bedeutung des Regenwaldes und deren Verbindung mit der traditionellen Kultur seiner BewohnerInnen (vgl. z.B. Sponsel 2002).
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