Claude Lévi-Strauss ist aufs engste mit der Forschungsrichtung der strukturalen Anthropologie verbunden, der er sich sein ganzes Leben gewidmet hat. Generell forscht Lévi-Strauss nach Regelsystemen für die sozio-kulturelle Praxis, die in allen Handlungsweisen und in allen kognitiven Produkten der untersuchten Gesellschaften oder Kulturen wiederkehren.
Ein zentraler Teil seines Schaffens beschäftigt sich mit
- Weltbild und Mythologie indianischer Kulturen.
Er leistet auch wesentliche theoretische Beiträge zu anderen Forschungsfeldern - wie etwa zur
- Verwandtschaftsethnologie.
Claude Lévi-Strauss führte 1935-1939 Feldstudien in Brasilien durch. Die Eindrücke, Reflexionen und wissenschaftlichen Ergebnisse von diesen Forschungsreisen fließen auf mehreren Ebenen in sein Werk ein. Dazu zählt die Bearbeitung seiner Erlebnisse im Rahmen des wissenschaftlich-literarischen Werkes „Traurige Tropen", das eines der bekanntesten Werke der "Reiselitertur" in der Anthropologie darstellt (Lévi-Strauss 1989/1955).
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