Die global verstärkte Verbreitung unterschiedlichster Ideologien – politischer, wirtschaftlicher und religiöser Konzepte – unterstützt die Entstehung neuer Konzepte und “Lebensformen” jeglicher Art.
Diese “Kulturmelange”, in der unterschiedlichste Kultur- Elemente teilweise ungewohnte Kombinationen eingehen, läßt sich sowohl an Individuen als auch immer häufiger als gesellschaftliches Phänomen beobachten (Breidenbach und Zukrigl 2000:81ff.).
Ulf Hannerz (1996) bezeichnet diese Prozesse als “Kreolisierung”. Der Begriff, der eigentlich aus der Linguistik stammt, versucht auf Kultur übertragen, jener neuen kulturellen Diversität gerecht zu werden, die mehr auf Verbindung als auf Autonomie einzelner Kulturen basiert (Breidenbach und Zukrigl 2000:85).
Die Verbindung und Vermischung unterschiedlichster Kultur- Elemente ist kein Prozess, der erst seit den letzten zehn Jahren von statten geht. Allerdings haben unterschiedliche Entwicklungen, wie die globale Verbreitung von Technologien, z.B. Transport und (elektronische) Medien, sowie Migrationsbewegungen zu einer Zunahme von synkretistischen und hybriden Konzepten geführt.
Einige dieser neuen Konzepte sowie die genauere Erläuterung der Begrifflichkeiten werden in den Texten behandelt. Schwerpunkt bilden dabei synkretistische und hybride Bedeutungssysteme in Lateinamerika.
Literatur
Breidenbach, Johanna; Zukrigl, Ina (2000): Tanz der Kulturen. Kulturelle Identität in einer globalisierten Welt. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag.
Hannerz, Ulf (1996): Transnational Connections. Culture, People, Places. London: Routledge. |