In den Dorfgemeinschaften sind Transport und Aufbewahrung untrennbar mit textilen Behältnissen verbunden. Das Prinzip ist einfach: jeweils zwei Zipfel eines Gewebes werden miteinander verknotet und ergeben einen dichten, reissfesten Behälter. Säcke, rechteckige Textilien mit Seitennaht, werden für Transporte mittels einer Naht verschlossen.
Auf gleiche Weise wie die Textilien von Bekleidung und Tracht werden alle weiteren Gebrauchstextilien nach Grösse, Seitenverhältnissen und Funktion kategorisiert (Tracht und Adelson 1983):
- Hist´alla und Incuña, kleine Tücher
- Tari, mittelgrosse Tücher
- Awayu, grosse und sehr grosse Tücher
Die Weberin strebt bei der Herstellung dieser Textilien eine möglichst quadratische Form an. Die Zipfel derart gestalteter Textilien sind einfacher verknot- und das Bündel, qu´epi, sicherer verschliessbar.
Textilien mit langen Seitenkanten werden mittels zweier Nähte zu Säckchen, Säcken, Täschchen und Taschen:
- Ch´uspa, Kokatäschchen mit Schulterband
- Capachu, Umhängtasche mit Schultergurt der Männer
- Wallacu, Säckchen zum Aufbewahren der Cocablätter oder kleiner Wichtigkeiten
- Costal, kleiner, grosser oder sehr grosser Vorratssack
- Alforja, Satteltasche
 |