Die Mehrzahl der ca. 20.000 Kuna leben auf den San Blas-Inseln vor der karibischen Küste Panamas. Diese Region wird auch als Kuna-Yala - Land der Kuna - bezeichnet. KunaYala stellt in Bezug auf die territorialen Rechte indianischer Gemeinschaften eine Besonderheit dar: Durch ein Statut aus der Kolonialzeit verfügen die Kuna über eine partielle Autonomie und ein gewisses Maß an Selbstbestimmung in und über KunaYala. Ferner besiedeln die Kuna einige Landstriche an der karibischen Küste Kolumbiens.
Ein wichtiges Kennzeichen ihrer kulturellen und ethnischen Identität (ethnic boundary marker) bildet heute ihre Textilkunst, sogenannte molas bzw. molakana. Molas sind bunte, durch Applikationstechnik verzierte Baumwollstoffe mit einem breiten Spektrum von Motiven und Formen. Sie bilden ein Element der Tracht der Frauen und werden heute auch für den internationalen Markt produziert (Tice 1995, 2002).
Molas gelten als Ausdruck der Identität der Kuna par excellence, sie markieren den Unterschied zwischen Kuna und anderen Bevölkerungsgruppen - „a constantly visual, striking sign of Cunaité" - Sherzer und Sherzer 1976:27).
Ferner machten sie die Kuna weit über die Grenzen Panamas hinaus bekannt. So beschäftigen sich auch viele Webseiten mit diesem Aspekt der Kultur der Kuna, andere Facetten ihrer Lebenswelt finden wesentlich weniger Beachtung. |