Barbados wurde 1518 von den Spaniern „entdeckt“. Ähnlich wie auf den Bahamas zerstörten sie die präkolumbianischen Gesellschaftsstrukturen innerhalb kurzer Zeit nahezu vollständig und verschleppten die indigene Bevölkerung in die Bergwerke Hispaniolas (Haiti).
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts übernahmen die Briten die Herrschaft. Auch sie änderten die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge auf Barbados noch einmal, indem sie die Einführung des Zuckerrohranbaus vorantrieben. Die traditionell kleinbäuerliche Bewirtschaftung musste den von importierten Sklaven bewirtschafteten Zuckerrohrplantagen weichen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts blieben die Zucker-Monokulturen Wirtschaftsfaktor Nummer eins.
Von Beginn an räumte Großbritannien der Kolonie zwar eine eingeschränkte Selbstverwaltung ein, doch die Unabhängigkeit folgte erst 1966.
(Bernecker, Walther L. / Sommavilla, Antonio: Barbados. In: Waldmann, Peter/ Krumwiede, Heinrich-Wilhelm (1992, 3. Aufl.): Politisches Lexikon Lateinamerika. C.H. Beck: München: 38-42)
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