Die Folgen der Kolonialisierung durch die Spanier waren für die indigene Bevölkerung, die Lucayer, katastrophal. Schon Anfang des 17. Jahrhunderts wurde ein Großteil von ihnen als Zwangsarbeiter in die Bergwerke Hispaniolas (Haitis) verschleppt und die Insel damit nahezu entvölkert. Karibische Piraten bemächtigten sich der Insel, gegen die die an den Inseln interessierten Briten bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts vergeblich kämpften, ehe sie die Inseln für sich gewinnen konnten.
Die Briten gestanden den Bahamas gleich zu Beginn eine beschränkte koloniale Selbstverwaltung zu. 1834 wurde die Abschaffung der Sklaverei verkündet, was auch das Ende der Plantagenwirtschaft einleitete.
1964 erhielten die Inseln innere Selbstverwaltung; mit der Unabhängigkeit mussten sie noch bis 1973 warten. Ebenso dauerte es bis zum Jahr 1967, dass erstmals eine farbige Regierung an die Macht kam. Hoffnungen auf eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der marginalisierten Bevölkerungsschicht wurden nicht nur enttäuscht, sondern die Lage nahm in den letzten 20 Jahren immer schrecklichere Ausmaße an.
(Bernecker, Walther L. / Glatz, Markus: Bahamas. In: Waldmann, Peter/ Krumwiede, Heinrich-Wilhelm (1992, 3. Aufl.): Politisches Lexikon Lateinamerika. C.H. Beck: München: 32-37)
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