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Länder Lateinamerikas und der Karibik
Geschichte und politische Systeme
Mag. Daniela Ingruber und Bastian Oppl
Institut für Geschichte der Universität Wien
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 up 1 Antigua und Barbuda

1.1 Geschichte

Die Geschichte der beiden Inseln Antigua und Barbuda ist trotz ihrer politischen Zusammengehörigkeit recht unterschiedliche verlaufen:

Antigua wurde von seiner jahrhunderte langen Zugehörigkeit zur Kolonialeinheit Britisch Westindien geprägt, nachdem es 1632 unter britische Kolonialherrschaft gekommen war. Die englischen Kolonialherren nutzten die Insel vor allem zur Zuckerproduktion auf der Grundlage von Plantagenwirtschaft und Sklavenarbeit und begründeten damit die Spaltung zwischen den wenigen Weißen und der Masse der Schwarzen auf ethnischer und sozialer Ebene. Die Zuckerrohrproduktion wurde erst 1988 mangels Rentabilität eingestellt. Heute ist der Tourismus wirtschaftlicher Hauptfaktor.

Barbuda hingegen wurde von diesen Entwicklungen kaum unberührt. Die Bevölkerung lebt(e) damals wie heute vor allem von Gemüse- und Obstbau, vom Fischfang und von der Rinderhaltung.

Die Inseln erreichten im November 1981 völkerrechtliche Unabhängigkeit.

(Schultze, Rainer-Olaf / Will, Cornelia: Antigua und Barbuda. In: Waldmann, Peter/ Krumwiede, Heinrich-Wilhelm (1992, 3. Aufl.): Politisches Lexikon Lateinamerika. C.H. Beck: München: 14-16)

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