Die Macht des Mais als Wirtschaftsfaktor zeigte sich in Amerika, und zwar nicht im zentralamerikanischen Herkunftsgebiet, sondern in den heutigen USA. Warvely Root spricht in seiner „Enzykloädie alles Eßbaren“ von einem langen Prozeß, an dessen Ende die Erfolgsgeschichte des US-amerikanischen „corn belts“ steht: "In den USA war Mais aus der Nationalgeschichte nie wegzudenken. Der Herzog von Liancourt schrieb anläßlich eines Amerikaaufenthalts, indianischer Weizen sei dort das Getreide schlechthin und werde von der Bevölkerung dreimal täglich in Form gepökelten Schweinefleischs gegessen. Während des Bürgerkriegs entschied sich Großbritannien nach langem Zögern, nicht zugunsten des Südens einzugreifen, weil es möglicherweise den Mais des Nordens noch dringender benötigte als die Baumwolle des Südens" (Root 1995:223f). |