Es liegen verschiedene Darstellungen vor, wie es gelang, das Vertrauen der Indianer zu gewinnen und von ihrem Wissen zu profitieren (Warman 1988:168 ff). Bemerkenswert ist, daß die englischen Siedler in den ersten Jahrzehnten ihrer Invasion in Nordamerika den Mais in vereinzelter Setzweise und mit der Hilfe eines Grabstocks auspflanzten. Mit jeder einzelnen Maispflanze vergruben sie einen toten Fisch und befolgten damit eine indianische Anbaumethode (Heilbroner/ Singer 1994:38). Auch die Speisen, welche die ersten europäischen Siedler in Nordamerika aus Mais bereiteten, trugen indianische Bezeichnungen. Neben den Versuchen, Brot aus Maismehl (pone) herzustellen und Maisbrei (mush) zu kochen, wird eine Zubereitungsweise überliefert, die dem mesoamerikanischen Prozeß der nixtamalización ähnelt: Hominy, so der indianische Name der Speise, bezeichnet einen Maisteig, für den das ganze Maiskorn mit Asche vorgekocht und im feuchten Zustand gemahlen wurde (Warman 1988:171).
Die Bedeutung des Maisanbaus spiegelt sich auch in zahlreichen
indigenen Mythen
wider.
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