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Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Ein historischer Überblick
a.o. Univ. Prof. Martina Kaller-Dietrich und Mag. David Mayer
Institut für Geschichte der Universität Wien
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 up 2 Die "Zweite Conquista" – Lateinamerika und seine Die "Zweite Conquista" - Lateinamerika und seine Commodities

2.3 Henequén-Boom in Yucatán 1870–1930

Henequén ist – wie Kaffee oder Zucker – ein Cash-Crop. Es wird angebaut, nicht um lokalen Bedürfnissen zu entsprechen, sondern um als Ware auf dem Weltmarkt verkauft zu werden. Verbunden mit dem Henequén-Anbau ist eine spezifische Form, Produktion und Arbeit zu organisieren: die Hazienda. Ihre Struktur und Funktionsweise soll in diesem Abschnitt anhand des Beispiels der Henequén-Produktion in Yucatán beleuchtet werden. Damit verbunden ist auch eine Auseinandersetzung mit der Henequén-Oligarchie.

Für Henequén wird oft der Begriff Sisal als Synonym verwendet. Genau genommen ist Sisal jedoch nicht mit Henequén gleichzusetzen. Sisal ist ein botanischer Oberbegriff für Faserpflanzen, zu denen auch Henequén gehört. Licht in die botanische und historische Vielfalt von Naturfasern zu bringen, ist ebenfalls Ziel dieses Abschnitts.

Henequén ist eine peripherere Pflanze als z. B. Kaffee oder Zucker. Letztere waren zuerst Luxusgüter und wurden erst im Verlauf der Neuzeit als Massen-Genussmittel zu tragenden Säulen der Ernährung in den kapitalistisch-industriellen Gesellschaften. Henequén findet als Verpackungsmaterial und Rohstoff für allerlei Gebinde Verwendung. Der Anbau des Henequén beschränkt sich auf geographisch relativ wenige Gebiete – der erste Henequén-Boom 1870–1930 konzentrierte sich auf die mexikanische Halbinsel Yucatán.

 down 2.3.1 Differenzierung von Naturfasern
 down 2.3.2 Die Agave – Eigenschaften und Verwendung der Pflanze
 down 2.3.3 Henequén-Produktion auf der Halbinsel Yucatán
 down 2.3.4 Sisalproduktion – eine Conclusio
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