Die verschiedenen Indígena-Bewegungen der Hochland- und Tiefland-Indianer Ekuadors schlossen sich im Jahre 1986 zur Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador (=CONAIE) zusammen.
Bis Mitte der 1990er Jahre standen kulturell-ethnische Reformanliegen im Vordergrund. Die CONAIE sah sich dabei als Vermittler zwischen Staat und Indígenas und agierte mit einer zivilgesellschaftlichen Staatsvorstellung: Dieser zufolge stellten die Indígenas eine eigene Gesellschaft innerhalb des offiziellen Staatsgerüstes dar.
Die politischen Vorarbeiten führten zu Beginn der 1990er vor dem Hintergrund zunehmender wirtschaftlicher Krisen zu einer Radikalisierung der Indígena-Bewegung. So führte eine von der CONAIE angeführte Massenbewegung gegen ein neoliberales Landgesetz im Jahre 1994 zu einer aufstandsähnlichen Bewegung, die Ekuador für zehn Tage lahm legte. |