Der Ablauf der außenpolitischen Eskalation umfasst folgende Eckpunkte:
- Februar 1960: umfassender Handelsvertrag mit der UdSSR
- April bis Oktober 1960: Die Weigerung der in US-amerikanischem Besitz befindlichen Raffinerien, Öl, das aus der UdSSR in Kuba importiert worden war, zu verarbeiten, führt zur Verstaatlichung dieser US-amerikanischen Raffinerien. Die USA reagieren mit einer Abnahmeverweigerung des Zuckers. Kuba beantwortet dies mit der Enteignung des gesamten US-Besitzes.
- April 1961: Die von den USA organisierte und von Exil-Kubanern durchgeführte Schweinebucht-Invasion scheitert. Das Schweinebucht-Debakel lässt die Unterstützung der großen Mehrheit der Kubaner für das Castro-Regime deutlich werden. Im Zuge des Invasions-Versuchs deklariert Castro die Kubanische Revolution als sozialistisch.
- Oktober 1962: Die Stationierung von sowjetischen Atom-Raketen auf Kuba beschwört die Kuba-Krise herauf.
Der Widerstand der USA gegen die Reformmaßnahmen der kubanischen Regierung spielte eine zentrale Rolle bei der Eskalation der Kubanischen Revolution, die mit einem Bruch mit dem etablierten Gesellschaftssystem endete. Ein oft zitierter Ausspruch von Nikita Chruschtschow brachte diese Rolle so auf den Punkt: "Castro ist zwar kein Kommunist, aber die Amerikaner werden ihn bald zu einem solchen gemacht haben." |