In Guatemala kam es zur Verfassungserneuerung sowie im Jahre 1945 zu demokratischen Neuwahlen. Es begannen die so genannten zehn Jahre demokratischen Frühlings. Aus ihnen ging der Reformer und Offizier J.J. Arévalo (1945–1951) als Sieger hervor. Es wurde eine soziale Reformperiode eingeläutet, die den Rückhalt der Mittel- und Unterschichten fand, später indes zunehmend einen Konflikt mit den USA heraufbeschwor. Dazu gehörte eine (gemäßigte) Landreform, die allerdings die Interessen der United Fruits Company (=UFCO) tangierte. In der Spätphase des Reformregimes unter Jacobo Árbenz Guzman (1951–1954) verschärften verschiedene Maßnahmen und Umstände, wie zum Beispiel der wachsende Einfluss der Kommunistischen Partei, die innen- und außenpolitischen Gegensätze. Von den USA wurde die Lage in Guatemala als erste Einwirkung des Ost-West-Konflikts auf die eigene Interessenssphäre interpretiert und entsprechend behandelt. Die Invasion von in Honduras exilierten guatemaltekischen Militärs unter Oberst C. Castillo Armas führte zum Sturz der Árbenz-Regierung. Das anschließende Putschistenregime (1954–1957) setzte eine Politik der konservativen Restauration durch.
Von besonderem Interesse ist ein Vergleich der unterschiedlichen Entwicklungen in Guatemala 1951–1954 und Kuba 1959–1961. |