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Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Ein historischer Überblick
a.o. Univ. Prof. Martina Kaller-Dietrich und Mag. David Mayer
Institut für Geschichte der Universität Wien
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 up 3 Die Weltwirtschaftskrise "1929" in Lateinamerika und die Herausbildung des Populismus
 up 3.2 Die Weltwirtschaftskrise in Lateinamerika
 up 3.2.3 Politische Krisenfolgen – Herausbildung des Populismus
 up 3.2.3.2 Populistische Regime in Südamerika – Peru, Chile, Venezuela und Argentinien

3.2.3.2.3 Trienio in Venezuela (1945–1948)

Der Caudillo General Juan Vincente Gómez (1857–1935) benutzte die Erdöleinnahmen, um mit einer Professionalisierung des Militärs, dem Ausbau der Verkehrswege und der Modernisierung der Verwaltung das Land zu zentralisieren. Venezuela machte erhebliche wirtschaftliche und soziale Veränderungen durch: Latifundien waren seit der Weltwirtschaftskrise kaum noch lebensfähig; in den Erdölgebieten entstand ein Proletariat; jene sozialen Schichten, die an der Institutionalisierung der politischen Herrschaft und an der planvolleren Verwendung der Erdöleinnahmen interessiert waren, gewannen an Bedeutung.

Unter den Nachfolgern von Gómez machte die Institutionalisierung der Politik Fortschritte und mit dem Erdölgesetz von 1943 gelang es der Regierung, ihre Steuerhoheit über ausländische Ölkonzerne durchzusetzen. Damit war ein Prozess eingeleitet, der zu einer Anhebung der Renten und zur (Teil-)Verstaatlichung der Ölkonzerne führte. Mit dem Putsch gegen die Regierung 1945 durch Offiziere der Oppositionspartei Acción Democrática (=AD) wurde ein Demokratisierungsprozess eingeleitet. Wegen der Monopolisierung der politischen Bereiche durch die AD kam es 1948 zu einem neuerlichen Putsch, der die ebenso repressive wie korrupte Diktatur des Generals Pérez Jiménez einleitete.

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