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Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Ein historischer Überblick
a.o. Univ. Prof. Martina Kaller-Dietrich und Mag. David Mayer
Institut für Geschichte der Universität Wien
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 up 3 Die Weltwirtschaftskrise "1929" in Lateinamerika und die Herausbildung des Populismus
 up 3.1 Die Weltwirtschaftskrise
 up 3.1.2 Die Ursachen der Weltwirtschaftskrise

3.1.2.3 Internationale Schuldenkrise

Britische und US-amerikanische Kapitalexporte hatten das internationale Währungssystem seit dem Ersten Weltkrieg stabilisiert. In der Folge des Börsenkrachs 1929 versiegten die US-Kapitalexporte. Dadurch konnten viele Länder die Schuldendienste nicht mehr bedienen, denn das Kapital für Umschuldungskredite war nicht mehr am Markt.

Für Christian Suter existiert in der Verschuldungsgeschichte Lateinamerikas ein regelmäßiger Zyklus, der ungefähr 40 Jahre dauert. Der Zyklus umfasst folgende Stationen: Verschuldung – Umschuldung – Abschöpfung – Zusammenbruch. Das für die Kapitalgeber eigentlich profitträchtige Feld ist die Umschuldung; sie erhöht die Kreditsumme und damit die Schuldendienstlast. Laut Christian Suter bestimmen diese Verschuldungszyklen den Zyklus-Verlauf des Weltsystems. Damit setzt er einen anderen Akzent als Immanuel Wallerstein, für den die Zyklen im Weltsystem auf die Faktoren Handel und Produktion zurückgehen.

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