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Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Ein historischer Überblick
a.o. Univ. Prof. Martina Kaller-Dietrich und Mag. David Mayer
Institut für Geschichte der Universität Wien
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 up 2 Die "Zweite Conquista" – Lateinamerika und seine Die "Zweite Conquista" - Lateinamerika und seine Commodities
 up 2.4 Erdöl in Lateinamerika
 up 2.4.2 Die Erdölproduktion in Mexiko in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
 up 2.4.2.3 Von der Mobilisierung der Arbeiterschaft zur Verstaatlichung

2.4.2.3.1 Krisensympome und Verstaatlichung

Nach 1920 waren die leicht zugänglichen Erdölfelder erschöpft. Bereits zwischen 1926 und 1930 kam es zu einem rapiden Preisverfall von Rohöl am Weltmarkt. Die Weltwirtschaftskrise ließ die Erdölförderung weiter einbrechen.

Lázaro Cárdenas, links-populistischer Präsident Mexikos von 1934 bis 1940, ging 1938 dazu über, die in ausländischem (US-amerikanischen und britischen) Besitz befindlichen Ölgesellschaften zu verstaatlichen. Die verstaatliche Gesellschaft firmiert bis heute unter dem Namen Petróleos Mexicanos (=PEMEX). Die Grundlage der Verstaatlichung bildete jener Verfassungsartikel von 1917, der den Boden (und seine Schätze) nationalisierte.

Die Verstaatlichung verlieh der Ölarbeiterschaft und ihren Gewerkschaften zusätzliches Gewicht. Die Ölarbeiter sind seit der cardenistischen Zeit zu einer zentralen Stütze des politischen Regimes in Mexiko geworden und eng in die Struktur der Staatspartei Partido Revolucionario Institucional (=PRI) eingebunden. Ohne die PEMEX-Gewerkschaften war von nun an kein Staat zu machen. Die Ölarbeiter stiegen durch weitere soziale und ökonomische Zugeständnisse zur Arbeiteraristokratie auf.

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