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Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Ein historischer Überblick
a.o. Univ. Prof. Martina Kaller-Dietrich und Mag. David Mayer
Institut für Geschichte der Universität Wien
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 up 2 Die "Zweite Conquista" – Lateinamerika und seine Die "Zweite Conquista" - Lateinamerika und seine Commodities
 up 2.3 Henequén-Boom in Yucatán 1870–1930
 up 2.3.3 Henequén-Produktion auf der Halbinsel Yucatán
 up 2.3.3.1 Die Halbinsel Yucatán und ihre wirtschaftliche Nutzung

2.3.3.1.1 Die Standorfvorteile Yucatáns

Umschlossen vom Meer einerseits, durch die Kastenkriege vom Hochland abgeschnitten andererseits – der nordwestliche Teil Yucatáns war im 19. Jahrhundert praktisch isoliert. Diese Isolation wirkte auf die Arbeitskräfte der Haziendas disziplinierend, da sie sich den schlechten Arbeitsbedingungen nicht durch Abwanderung entziehen konnten (vgl. Kaffeeplantagen in Brasilien).

Daneben hatte Yucatán ökologisch hervorragende Voraussetzungen für den Henequén-Anbau vorzuweisen: tropisches Klima und kalkhaltige Böden, die nur über eine sehr dünne Humusschicht verfügten. Eine semi-desertische Gestrüpplandschaft dominiert den nordwestlichen Teil der Halbinsel, das Zentrum der Henequén-Produktion. Damit waren die Böden zu trocken für andere landwirtschaftliche Produkte, jedoch gut geeignet für den Agave-Anbau. Der Henequén-Anbau entwickelte sich unter diesen Bedingungen schnell zur Monokultur. Dies hatte zur Folge, dass die Haziendas von außen (und unter der Kontrolle der hacenderos) mit Lebensmitteln versorgt werden mussten.

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