Für die Herstellung von Tauen und Seilen gewinnt man aus den Blättern der Henequén-Agave bis 1,5 Meter lange Fasern. Diese Fasern – allgemein unter dem Begriff Sisal bekannt – sind jedoch nicht so reißfest und wasserresistent wie der Manila-Hanf.
Die Henequén-Agave (Agave fourcroydes) kann auch aus Samen, Zwiebeln oder dem unterirdischen Teil des Stammes gezogen werden. Agaven haben lange, dicke und fleischige Blätter, die beträchtliche Mengen Wasser speichern können. Die Blätter bilden an der Pflanzenbasis Rosetten, sie haben Dornen, sind immergrün und wachsen bis zu einer Länge von etwa zwei Metern.
Die Sisal-Agave stammt ursprünglich von den Westindischen Inseln.
Obwohl es in Yucatán zur Zeit noch immer eine bedeutende Sisal-Produktion gibt, stammt heute der Großteil des Sisals aus Afrika (v. a. Madagaskar).
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