Logo
Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Ein historischer Überblick
a.o. Univ. Prof. Martina Kaller-Dietrich und Mag. David Mayer
Institut für Geschichte der Universität Wien
Home
Sitemap
Vorherige
Nächste
 up 2 Die "Zweite Conquista" – Lateinamerika und seine Die "Zweite Conquista" - Lateinamerika und seine Commodities
 up 2.2 Kaffeeboom in Lateinamerika
 up 2.2.3 Der Kaffeeanbau in Brasilien
 up 2.2.3.3 Kaffee und Politik in Brasilien – staatliche Stützungen und Preiskartelle

2.2.3.3.1 Valorisation

Unter dem Titel valorizacao führte die brasilianische Regierung seit dem Jahre 1906 Preisstützungen durch, um den Kaffeepreis am Weltmarkt zu halten.

Die Institutionen dieser staatskapitalistischen und protektionistischen Maßnahmen waren:

  • Departamento Nacional de Café (gegründet 1933)
  • Interamerican Coffee Agreement (1940)
  • International Coffee Agreement (1962–1989)

Dabei handelte es sich um das erste Preiskartell von Cash-Crop-Produzenten. Der Kaffeepreis auf dem Weltmarkt wurde im Einvernehmen von Kaffeepflanzern und staatlichen Behörden bestimmt. Darüber hinaus förderte der Staat die Kaffeepflanzer durch Unterstützung beim Landerwerb und durch die Kooperation bei Infrastrukturprojekten.

Bis zur Gründung der OPEC (1960) war dies das einzige Preiskartell größeren Ausmaßes in den post-kolonialen Ländern. Mit dem Beitritt Brasiliens zur Uruguay-Runde des GATT (1989) wurde diese Kartellierung hinfällig.

Hilfe Seitenanfang
Home Sitemap Suche Bilder Vorherige Nächste

Letzte Aktualisierung dieser Seite:
Öffne externe Links in neuem Fenster?

© Copyright "Lateinamerika-Studien Online"