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Produktion
1997
(in Tausend Tonnen)
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Weltproduktion
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5.676
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Brasilien
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1.212
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Kolumbien
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696
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Mexiko
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336
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Indonesien
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290
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Vietnam
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253
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Äthiopien
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246
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Uganda
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228
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Guatemala
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216
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Indien
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205
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Ekuador
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180
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(Quelle: "Kaffee." Microsoft® Encarta® Enzyklopädie 2001. © 1993–2000 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.)
Für den Anbau des Kaffees muss der Boden fruchtbar und feucht sein. Kaffeebäume sind frostempfindlich, trotzdem werden sie auch in kühleren Regionen angebaut. Kaffeeplantagen werden von Meereshöhe an bis zur tropischen Frostgrenze von etwa 1.800 Metern angelegt. Die Samen werden entweder direkt auf dem Feld oder in speziellen Baumschulen gepflanzt (Setzlinge). Man verwendet reichlich Mineraldünger, um kräftige, gesunde Bäume mit hohem Ertrag zu erhalten. Baum und Früchte sind besonders durch Pilz- und Insektenbefall gefährdet.
Der Kaffeeanbau erfordert eine hohe Kapitalausstattung: Erst nach fünf Jahren trägt der Baum die ersten Früchte. Die Ernte erfolgt großteils von Hand.
Ein erster Teil der Weiterverarbeitung findet im Produktionsland statt. Dazu gehören das Rösten und Sieden sowie die Verpackung der trockenen Kaffeebohnen. Ein wichtiger Faktor ist – wie bei allen Cash-Crops – der Transport. Viele Kaffeeanbauregionen befinden sich deshalb in der Nähe des Meeres. Die lange Wartezeit bis zur ersten Ernte, der hohe Arbeitsanspruch der Pflanze, die händische Ernte sowie die Infrastruktur für die Vorverpackung – dies sind die Faktoren, die eine hohe Kapitalausstattung erfordern.
Innerhalb der über 60 Kaffeearten sind nur zwei von wirtschaftlicher Bedeutung:
1.) Coffea arabica (weltweit ca. 10 Millionen Pflanzen)
- mutmaßliches Ursprungsgebiet Äthiopien, wurde im Zuge der europäischen Kolonisation weltweit verbreitet
- Koffeingehalt (0,8 – 1,3 %).
- In Lateinamerika findet nur die Arabica-Bohne Verwendung
2.) Coffea robusta (weltweit ca. 4 Mill. Pflanzen)
- Um 1900 in Zentralafrika entdeckt, hoher Koffeingehalt (2,5 %)
- Zusammen liefern diese beiden Arten 98 % des weltweit erzeugten Rohkaffees.
Die Eigenschaften der Pflanze blieben nicht ohne Folgen auf die sozialen und politischen Strukturen, in welche der Anbau eingebettet war:
"The nature of both international demand and Latin American power arrangements meant that coffee s success always rested primarily on rich land and poor workers."
(Topik, Steven V.: Coffee. In: Topik, Steven V./Wells, Allen (1998) (eds.): The second conquest of Latin America. Coffee, henequen, and oil during the export boom 1850–1930. University of Texas Press: Austin: 75) |