Im 19. Jahrhundert wurden Sklaven durch Wanderarbeiter bzw. Kontraktarbeiter ersetzt. Diese kamen vornehmlich aus Europa. Viele von ihnen trieb die wirtschaftliche Not dazu, die entsprechenden Verträge einzugehen. Allgemein gesprochen handelte es sich dabei um Menschen, die im Zuge der Herausbildung des industriellen Kapitalismus aus ihren traditionellen sozio-ökonomischen Strukturen herausgestoßen worden waren (verarmte Kleinbauern und Handwerker). Sie kamen im Gegensatz zu den Sklaven von allein und das Zwangsverhältnis, in das viele durch die Kontraktverträge und durch Verschuldung (Kosten der Überfahrt) gerieten, konnte als selbstverschuldet dargestellt werden. Die Auswanderung wurde professionell, staatlich oder privat, organisiert.
Zur österreichischen Variante dieser organisierten Auswanderung siehe: Prutsch, Ursula (1996): Das Geschäft mit der Hoffnung. Österreichische Auswanderung nach Brasilien 1918–1938. Böhlau: Wien u. a. |