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Geschichte Lateinamerikas im 19. und 20. Jahrhundert
Ein historischer Überblick
a.o. Univ. Prof. Martina Kaller-Dietrich und Mag. David Mayer
Institut für Geschichte der Universität Wien
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 up 4 Soziale Bewegungen in Lateinamerika im 20. Jahrhundert
 up 4.2 Soziale Bewegungen vor 1945

4.2.3 El Salvador 1932 – ein bäuerlicher Aufstandsversuch

Eine extreme Besitzkonzentration und die völlige Dominanz der Kaffeeoligarchie charakterisierten El Salvador seit dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Augustín Farabundo Martí (1893–1932) hatte 1929 mit Sandino in Nikaragua gekämpft und war 1930 maßgeblich an der Gründung der Kommunistischen Partei in El Salvador beteiligt. Diese Partei entwickelte ihre rege Tätigkeit in den Kaffeeanbau-Gebieten und in der Armee. Dort hatte sich der Konflikt zwischen weißen Offizieren und indigenen Fußsoldaten zugespitzt. Im Zuge einer Repressionswelle und der ökonomischen Folgen der Weltwirtschaftskrise kam es im Januar 1932 zu einem Massenaufstand. Vor allem in den Regionen der großen Kaffee-Plantagen erhoben sich die Bauern. Unter dem Einfluss der kommunistischen Partei gingen diese sogar zu Räte-Bildungen über. Die blutige Niederschlagung des Aufstandes ging als La Matanza ("die Schlachtung") in das kollektive Gedächtnis El Salvadors ein. Dies sollte der einzige Revolutionsversuch unter der Führung einer Kommunistischen Partei in der Geschichte Lateinamerikas bleiben. Die stalinistische Kommunistische Internationale (=Komintern) billigte diesen Schritt allerdings nicht.

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