Die Revolution des Südens (La revolución del sur) verkörpert unter der Führung Emiliano Zapatas das radikalste agrarrevolutionäre Element der Mexikanischen Revolution.
Im Bundesstaat Morelos hatte sich unter dem Porfiriat eine weitgehende Enteignung der Indianergemeinden vollzogen (Morelos war die "perfekte Hazienda"). Gegen die Ausbreitung der Zucker-Haziendas war es bereits im 19. Jahrhundert zu vielfältigen Formen des Widerstandes gekommen (von juristischen Protesten bis zu gewalttätigen Aktionen).
Im Jahre 1910 wurde Emiliano Zapata (1877–1919) im Dorf Anenecuilco zum Gemeindepräsidenten gewählt. Er stieg in kurzer Zeit zum Führer einer den gesamten Bundesstaat Morelos umfassenden Agrarbewegung auf. Diese konnte sich auf eine homogene soziale Basis und eine schlagkräftige bewaffnete Formation stützen.
Im Plan von Ayala von 1911 formulierte Zapata die programmatische Grundlage der Revolución del Sur.
- Rückgabe (restitución) der Gemeindeländereien (tierras comunales)
- Vergabe von 1/3 des Großgrundbesitzes an die Bauern (dotación und ampliación der ejidos)
- Enteignung der Revolutionsgegner
Dieses Programm beschränkte sich auf unmittelbar bäuerliche Forderungen und trug einen restaurativen Charakter (Wiederherstellung der vorhergehenden Besitzverhältnisse). Der Plan von Ayala spiegelte auch die regionale Begrenztheit der Bauernbewegung wider. |