Die Mexikanische Revolution ist (nach den Ereignissen in Russland 1905) die zweite große Revolution im 20. Jahrhundert. Ihre Charakterisierung fällt in der Literatur unterschiedlich aus.
- Ist sie ein bloßer Elitenkonflikt zwischen verschiedenen Fraktionen der Agraroligarchie und Bourgeoisie?
- Ist sie eine bürgerliche Revolution, in der um die Art und Weise der Agrarumwälzung gerungen wird und die ein demokratisches Regime zu etablieren hat?
- Oder ist sie eine "unterbrochene Revolution", in der die Ansprüche der mobilisierten Bauern und Arbeiter den entscheidenden Druck ausübten, sich jedoch nicht durchsetzen konnten?
Welche Charakterisierung man auch wählen mag, entscheidend für Heftigkeit, Verlauf und Länge dieser Revolution ist die Mobilisierung vor allem der bäuerlichen Massen und ihre Intervention in das politische Geschehen. Die Mobilisierung ist nur vor dem Hintergrund der sozialen Gärung zu verstehen, welche das Regime vor der Mexikanischen Revolution – das Porfiriat (1876–1910) – mit sich brachte.
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