1982 erreicht die internationale Verschuldungskrise, die auch zum Kollaps der mexikanischen Währung führte, in Brasilien ebenfalls dramatische Ausmaße (sie betrug 70 Milliarden Dollar und zwei Jahre später 91 Milliarden Dollar): Inflation und Arbeitslosigkeit stiegen, die Löhne sanken, die Einkommensschere weitete sich beträchtlich.
Brasilien erhöhte die Exporte und schränkte die Importe ein. Trotzdem griff nun der Internationale Währungsfonds ein und verlangte eine Änderung der protektionistischen, autoritären und paternalistischen Wirtschaftsstrategie, die Entstaatlichung der Wirtschaft und die Adaptierung der brasilianischen Wirtschaft an globale Strategien. Die Rechnung der Militärs, große staatliche Entwicklungsprojekte würden das Land reformieren, die Wirtschaft florieren lassen und die Unpopularität des Regimes übertünchen, gingen aufgrund der Überdimensioniertheit, der politischen und unternehmerischen Verflechtungen und Korruption nicht auf.
1983 war der Staat nicht mehr in der Lage, beschäftigungslosen Arbeitern Unterstützungen zu zahlen, da die dafür budgetierten Gelder für Administration aufgewendet wurden. Ebenso bediente sich der Staat der Einkünfte der Pensionsversicherungsfonds. 1983 hatten 50% der Bevölkerung einen Anteil von 12,2% des Inlandskapitals. Ebenso erhöhte sich der Anteil der Kapitalflucht enorm. Zwischen 1976 und 1985 wurden circa 10 Billionen Dollar legal außer Landes transferiert. Unter dem letzten Militärdiktator Joao Baptista Figueiredo brachen die Fronten auf, die illegal agierende Opposition gewann an Macht. In den achtziger Jahren hatte die brasilianische Wirtschaftspolitik des "autarken Modells", der Importsubstituierung ihr Ende gefunden. |